04
Oktober
2014

Vegane Wiesn 2014 in München

Heute am Welttierschutztag fand in München die „vegane Wiesn" statt. Am Stachus waren zahlreiche Tierschutzorganisationen, darunter auch wir, das Tierschutztheater, mit einem Infostand vertreten.

AP1000216Vor allem das kulinarische Angebot war außerst vielfältig: So gab es z.B. saftige Falafel mit Mango-Chili-Soße, würzige Gulaschsuppe oder typisch bayerische „Würstchen" mit Brezn. Auch für die Naschkatzen war gesorgt, unter anderem mit bunten Muffins, Nussecken, Puderzucker-Waffeln oder süßen Apfel-Cashew Kuchen und dazu gab es natürlich duzende unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten an Kaffee oder Cappucino. Einfach überall duftete es nach unwiderstehlichen veganen Leckereien.

Besondere Aufmerksamkeit erregten dieses Jahr zum einen der kroatische Tierrechtsrapper IFEEL mit seinem Tierrechtsrap in einem Käfig und zum anderen das Mahnmal für die Bavaria, ein Stand, an dem duzende Kerzen zu Gedenken an die Anfang September aus einem Schlachthof ausgebrochene, aber von Polizisten niedergeschossene Kuh „Bavaria" angezündet wurden. P1000211

Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm beinhaltete viele interessante Darbietungen, wie Vorträge, eine vegane Kochshow und mehrere Bands. Auch wir durften unseren neuen bayerischen Sketch „Die Wirtsstubn" vorstellen.

Eine großartige Veranstaltung - Vielen Dank an die Organisatoren Sven Seebeck und Bianca Heidker!


Zu den Fotoalben:

Vegane Wiesn I [hier]
Vegane Wiesn II [hier]
"Die Wirtsstubn" [hier]


Darsteller "Die Wirtsstubn":

Florian Port als "Jockel"
Kathrin Eva Schmid als "Hannelore"
Örsan Günay als "Peter"
Julia Moser als "Bedienung"

Categories: Lokales München, aus dem Verein / Aktionen

26
August
2014

Die harte Arbeit aus vielen Monaten hat sich gelohnt

Zwei Abende durften wir unser spektakuläres Stück "Enrico & Zazalena" im Theater Heppel & Ettlich präsentieren. In beiden Vorstellungen gab es volle Zuschauerränge. Und die Aufnahmen sprechen Bände....

 EZ Bild1

EZ Bild2

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EZ Bild5

EZ Bild6

 

 

 

 

 

Categories: on Stage

20
August
2014

Enrico und Zazalena ausverkauft - Zweite Vorstellung geplant

Update!

Wir haben es geschafft....

.... am Montag (25.08.) spontan eine Zusatzvortellung auf die Beine zu stellen.
Es gibt also wieder Karten! Diesmal solltet Ihr besser schnell zugreifen, bevor wieder alle weg sind.

Karten gibt es [hier].



Liebe Freunde des Tierschutztheaters,

es gibt tolle Neuigkeiten:
Wir sind nicht „nur" ausverkauft, wir sind quasi „hoffnunglos überbucht" !!!

Das Theater hat uns heute nahe gelegt, eine zweite Vorstellung am darauf folgenden Tag (Montag, 25.08.) zu geben.

Auf die Schnelle und so spontan, konnten wir bereits klären, dass nur 1 einziger Darsteller an diesem Termin nicht kann. Die Rolle haben wir bereits auf diversen Castingportalen ausgeschrieben. D.h. mit etwas Glück findet am Montag eine zweite Vorstellung statt. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Wer also keine Karten mehr bekommen hat, sollte sich unbedingt den Montag freihalten und sich hier (oder auf unserer Facebookseite) über den aktuellen Stand am Laufenden halten.

Wer uns unterstützen möchte, die zweite Vorstellung möglich zu machen, der darf gerne im Freundes- und Bekanntenkreis alle Schauspiel-/'Theatererfahrenen auf unser Darstellergesuch verweisen: [hier klicken]

Auch unsere Tänzer können am zweiten Termin nicht. Die Vorstellung kann zur Not auch ohne Tänzer stattfinden. Dennoch wären wir sehr froh, wenn sich noch ein Paar findet, dass PasoDoble tanzen kann. Auch hier gilt die Bitte: fragt alle die Ihr kennt, wer PasoDoble tanzen kann, soll sich einfach bei uns melden.

Vielen Dank für Euer großes Interesse an unserem Stück im Namen des gesamten Ensembles!

Euer Tierschutztheater

Ausverkauft

 

Categories: on Stage

18
August
2014

Buchtipp "Die sechs magischen Steine"

Heute möchten wir Euch ein ganz tolles Buch vorstellen: "Die sechs magischen Steine"

Titelbild mag.Steine für Internet"Die Erde und all ihre Bewohner brauchen dringend Hilfe. Vier Tiere begeben sich deshalb auf die Suche nach den magischen Steinen, um sie an einen gemeinsamen Ort zu bringen und durch ihre außergewöhnliche Kraft und Magie die Welt zu retten: ein weiser Adler, eine freche Ratte, ein einsamer Wolf und ein abenteuerlustiges Wasserschwein. Sie nehmen den Leser mit auf eine fantastische und spannende Reise. Je mehr die Helden der Geschichte auf ihrem Weg über den Umgang der Menschen mit den Tieren und der Natur erfahren, umso stärker und dringender wird ihr Wunsch, die magischen Steine zu finden. Zwei Eulen stehen ihnen dabei mit Zauberkünsten zur Seite, denn ein mächtiger und dunkler Feind aus einer längst vergangenen Zeit könnte ihr Vorhaben verhindern."


Schon der Trailer zum Buch ist atemberaubend fesselnd, entführt tief in die Fantasy-Welt des Romans und weckt Lust auf "mehr". Überzeugt Euch einfach selbst: dazu [hier] klicken.

Zur Autorin:

Daniela BoehmDaniela Böhm wurde 1961 als drittes Kind von Karl-Heinz Böhm und Gundula Blau  in der Schweiz geboren. Sie lebt heute in Bayern.

Seit vielen Jahren setzt sie sich aktiv für eine grundlegende Veränderung des Verhältnisses Mensch und Tier ein. Einen großen Teil ihrer Freizeit widmet sie der Beteiligung an Demonstrationen, Tierrechtsinitiativen und Mahnwachen. Das Werben um einen neuen und von Respekt getragenen Umgang der Menschen mit der Natur und ihren Bewohnern ist ihr ein Herzensanliegen.

Als Tierrechtsautorin schreibt sie seit 2012 regelmäßig Artikel auf fellbeisser.net wird zu verschiedenen Veranstaltungen als Gastrednerin eingeladen.

2010 erschien ihr erstes Buch "Zwei Marder im Himmel", eine Sammlung von Fabeln und kurz darauf "Der träumende Planet", eine lyrische Erzählung über die Erde. In ihrem dritten Buch, "Heute ist ein ganz anderer Tag", beschreibt sie unterschiedliche Schicksale von Tieren vor einem realen Hintergrund. "Die sechs magischen Steine" ist ihr erster Roman.

Das Buch erhält Ihr entweder über BoD [hier klicken] oder Amazon [hier klicken].

 

Categories: Buch- und Filmempfehlungen

17
August
2014

Das Team von "Enrico und Zazalena" stellt sich vor

Heute möchten wir Euch die Mitwirkenden von "Enrico & Zazalena – Spanien, Stierkampf, Liebe & Tod" vorstellen:

Darsteller:

Darstellercollage EZ

Andrea Leitner, Patrick Meyer, Julia Stiegler, Johannes Hartmann, Dominic Wittrin, Florian Port, Simona Löb, Laura Fernanda Preßler, Marie-Jo Noack, Rouven Blessing, Felicitas Sragalj, Florian Redecker, Kimberly Mooslechner, Ijeoma Vivianne Nweze, Örsan Günay

Tänzer:

Tänzer 2014

Julien Hammerbacher & Isabella Rögner

Julien, 22 Jahre alt, dualer Informatik-Student, Franzose
Hobbies: tanzt seit er 9/10 ist, nebenbei Salsa & Bachata tanzen, feiern, Spass haben
Isabella, 20 Jahre, BWL-Studentin
Hobbies: Tanzen und Freunde treffen

Julien und Isabella tanzen miteinander erst seit einem Monat, davor waren die beiden jeweils mit anderen Partnern bereits Bayrische Meister in verschiedenen Klassen (Jugend- & Hauptgruppe). Das Paar trainiert im Tanzsportclub „Gelb-Schwarz-Casino", direkt am Stachus in der Sonnenstrasse.

Der Tanzsportclub Gelb-Schwarz-Casino München e.V., wurde 1924 als Tanz- und Gesellschaftsclub gegründet, und ist somit der älteste existierende Tanzsportverein in Bayern. Von Beginn an machte der Club durch herausragende sportliche Erfolge und die Ausrichtung von nationalen und internationalen Meisterschaften und Turnieren auf sich aufmerksam. Der Ball der Nationen mit dem Europapokal im Deutschen Theater ist hierfür das beste Beispiel. Heute ist das GSC München in seiner Form als eingetragener, gemeinnütziger Verein ein moderner Tanzsportclub mit fast 500 Mitgliedern und einem vielfältigen Unterrichts- und Freizeitangebot.


Maske & Bühnenbild:

Britta"Hi, ich heisse Britta und bin mit Leib und Seele Maskenbildnerin. Nach einer fast 20 jährigen Laufbahn als Kosmetikerin und Wellnessexpertin, habe ich es nochmal gewagt und eine Ausbildung als Maskenbildner und Hairstylist gemacht. Seit diesem Jahr arbeite ich hauptsächlich bei Filmprojekten mit, was mega Spass bringt!
Aber auch meine Abstecher in die Welt des Theaters, wie z. B. bei den Nibelungen-Festspielen, sind sehr beeindruckend!

Nebenbei "ertanze" ich, mittlerweile schon seit 33 Jahren, alles was mir in den Weg kommt, angefangen mit klass. Ballett, über Technikklassen wie Limon, und Horton, bis hin zu Improvisation, Choreographie und afrikanischen Tanz.

Meine Kreativität und Leidenschaft kann ich in beiden Sparten voll ausleben, wofür ich sehr dankbar bin!

Das Verzaubern des Augenblicks, das Entführen in fremde Welten, aber auch das Dokumentieren von Ereignissen und Aufdecken von Missständen, sowie das Rütteln an starren Strukturen, wie es hier beim Tierschutztheater gezeigt wird, sehe ich ebenfalls als meine Aufgabe! Ob im Kleinen oder im Grossen, privat oder geschäftlich - jeder kann was dafür tun! Fangen wir damit an, dass wir uns zusammentun und hinschauen...

In diesem Sinne freue ich mich auf Euch alle am Sonntag den 24.8."

Categories: on Stage

01
August
2014

Wir präsentieren unser neues Stück: "Enrico & Zazalena"

Enrico und Zazalena – Spanien, Stierkampf, Liebe & Tod

Wir feiern heuer 2014 unser fünfjähriges Bestehen und inszenieren zu diesem Jubiläum ein opulentes Bühnenstück: Mit dem fulminanten Liebesepos „Enrico und Zazalena" erwartet unsere Zuschauer ein bunter Mix aus praller Sonne, bewegendem Drama, herzergreifender Liebe, wilder Action und großen Emotionen. Die Uraufführung findet am 24. August 2014 um 20 Uhr im Theater "Heppel & Ettlich" (Feilitzschstr. 12, 80802 München) statt.

Eintritt: normal 6 € / ermäßigt 4 €
(Bestellhotline 089 / 38 88 78 20)

Inhalt des Stücks:

Enrico gilt in Spanien als aufsteigendes Talent, er ist einer der besten Stierkämpfer seiner Zeit. Schon sein Vater war ein sehr berühmter Torero, der auch im Kampf seinen Tod fand. Enrico, der als kleiner Junge in der Arena zugegen war, schwor noch auf dem blutigen Sand, der gefürchtetste Torero aller Zeiten zu werden und es somit jedem Stier „heimzuzahlen". Vor diesem einschneidenden Schicksalsschlag war er ein glückliches Kind, das immerzu fröhlich und unbekümmert spielte, meist mit Zara-Lena, der Tochter einer der reichsten Familien Spaniens. Enrico und Zara-Lena waren Seelenverwandte, bis Zara-Lena von ihren Eltern ins Ausland auf ein Internat geschickt wurde.

Auf einem Wohltätigkeitsevent zur Förderung mittelloser Talente begegnen sich die beiden wieder und entflammen umgehend tiefgründiger Liebe. Doch Zara-Lena, die im Ausland andere Werte kennenlernte und viel Empathie für ihre Umwelt aufbringt, kann sich auf Enrico nicht einlassen, solange dieser sein Leben dem Quälen und Töten wehrloser Tiere verschrieben hat. Auch Zara-Lenas Vater ist strikt gegen eine Beziehung mit dem mittellosen Mann. Schnell befinden sich die beiden in einem Gefüge aus Lügen und Intrigen, Wut und Entrüstung, doch ihre Liebe ist stärker...

Darsteller:
Dominic Wittrin, Kimberly Mooslechner, Rouven Blessing, Marie-Jo Noack, Andrea Leitner, Julia Stiegler, Laura Fernanda Preßler, Örsan Günay, Patrick Meyer, Florian Port, Florian Redecker, Simona Löb, Felicitas Sragalj, Johannes Hartmann, Ijeoma Vivianne Nweze

Tänzer:
Julien Hammerbacher, Isabella Rögner

Maske & Bühnenbild:
Britta Hess

Skript:
Kathrin Eva Schmid, Marie-Jo Noack

Regie:
Kathrin Eva Schmid

Enrico und Zazalena Bild 1 C-Norbert D Zawe

Enrico und Zazalena Bild 2 C-Norbert D Zawe

 

 

 

 

 

Enrico und Zazalena Bild 3 C-Norbert D Zawe

 

 

 

 

 

Bildinformationen
Bild 1: Sylar Benny Zanggl, Felicitas Sragalj, Kimberly Mooslechner
Bild 2: Örsan Günay, Laura Fernanda Preßler
Bild 3: Dominic Wittrin
C-Norbert D. Zawe 

Zur Veranstaltung
https://www.facebook.com/events/286760124840667/

Categories: on Stage

03
Juli
2014

Julia stellt sich vor

Regelmässig veröffentlichen wir an dieser Stelle Interviews mit unseren Darstellern. Heute widmen wir uns Julia.


Interview mit Julia

Hallo Julia,

bitte stell Dich uns kurz vor.Julia
Hallo, ich heiße Julia, bin 26 Jahre alt, wohne in Passau und von Beruf Bürokauffrau.

Hast Du Haustiere (oder früher mal welche gehabt)?
Ja, ich teile mir mein Zuhause mit einer ganz lieben Katze namens Susi.

Wie bist Du auf das Projekt Tierschutztheater gestoßen?
Ich habe einen Aufruf des Tierschutztheaters im Internet gelesen, indem neue Teilnehmer für das Theater gesucht wurden.

Was hat Dich zur Teilnahme bewegt?
Die Möglichkeit durch meine Leidenschaft fürs Schauspiel auf wichtige Tierschutzthemen aufmerksam zu machen und neue, sehr nette Leute kennen zu lernen.

Hattest Du schon vorher Schauspielerfahrung?
Ein wenig.

Um was ging es in den Stücken, in denen Du mitgespielt hast?
Bis jetzt durfte ich in 3 Stücken mitspielen.
Das 1. Stück heißt: Manche sind gleich – andere sind gleicher und es zeigt die Zweiklassengesellschaft von Haus- und Versuchstieren.
Das 2. Stück heißt: Roses Memeories – Die Geschichte einer alten Frau und es handelt von einer alten, kranken Frau, die bald sterben wird und davon ausgeht, in den Himmel zu kommen. Bis sie von einem Engel besucht wird, der ihr bewusst macht, welche gravierende Fehler in Sachen Tierschutz sie in ihrer Vergangenheit begangen hat.
Im 3. Stück: Stumme Helden – Theater gegen Tierversuche geht es um ein Mädchen, dass ein Praktikum in einem Forschungslabor macht und erkennt, wie sinnlos und schrecklich Tierversuche sind.
Im 4. Stück: 4 hours on escape geht es um das traurige Schicksal eines jungen Rindes.

Was für Rollen hast Du gespielt?
Im 1. Stück war ich ein Hund, der an ein Versuchslabor verkauft werden sollte, aber aufgrund seiner Behinderung bei einer liebevollen Familie aufgenommen wurde.
Im 2. Stück stellte ich den Fuchs und einen Tierschützer dar und im 3. Stück einen Hamster der über seine Erfahrungen mit Tierversuchslaboren berichtet.
Im 4. Stück war ich einer der Bauern, die das Rind schlecht behandeln.

Welches war Deine Lieblingsrolle, was hat am meisten Spaß gemacht?
Da kann ich mich gar nicht entscheiden, weil jede Rolle eine Herausforderung war und unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Wie hast Du die praktische Umsetzung empfunden, also was hat Dir besonders gefallen?
Es war alles super geplant und organisiert. Lief mal etwas nicht nach Plan, wurde hervorragend improvisiert. Großes Lob dafür.

Und was fandest Du nicht so gut bzw. sollte anders gestaltet werden?
Da fällt mir überhaupt gar nichts ein.

War es für Dich ein positives Erlebnis, hat es Spaß gemacht?
Auf jeden Fall. Deswegen bin ich auch gern immer wieder dabei.

Konntest Du Erfahrung sammeln, bzw. hast Du in irgendeiner Form von der Teilnahme profitiert?
Natürlich konnte ich durch meine Teilnahme viele neue Erfahrungen sammeln. Profitiert habe ich dadurch, weil ich viele, für mich neue, Fakten über Tierversuche erfahren habe.

Könntest Du Dir vorstellen, dass das Tierschutztheater jungen Talenten (ohne Schauspielausbildung) als „Sprungbrett" dienen kann, bzw. eine geeignete Chance bietet, Erfahrung/Referenzen zu sammeln und an gutes lizenzfreies Material für ein Showreel zu kommen?
Selbstverständlich kann ich mir das vorstellen. Wir haben zum Beispiel ja auch Videos gedreht, die jetzt auf youtube stehen ... Wer weiß, wer das alles so sieht? ;-)

Würdest Du wieder mitspielen?
Immer wieder gern.

Kannst Du das Projekt weiterempfehlen?
Aufjeden Fall. Es hat super viel Spaß gemacht und ich habe tolle Menschen kennen gelernt, denen der Tierschutz auch so am Herzen liegt wie mir.

Hat sich Deine Einstellung zum Umgang mit Tieren geändert?
Eher nicht, da ich bereits vegan gegessen habe, bevor ich am Tierschutztheater teilgenommen habe. Das einzige, was sich durch die Teilnahme geändert hat ist, dass ich jetzt auf tierversuchsfreie Kosmetik achte.

Denkst Du, dass die Stücke andere Menschen zum Nachdenken anregen?
Das hoffe ich zumindest sehr. Sie sind hervorragend geschrieben und sprechen wirklich wichtige Themen an.

Was hältst Du von der Leitidee des Zusammenspiels zwischen den Generationen, also dass die Gruppe bunt aus Alt und Jung zusammengemischt sein soll?
Die Idee ist spitze, weil Tierschutz jeden angeht. Egal ob jung oder alt. Und jeder einzelne, der sich dafür einsetzen will, ist wichtig.

Möchtest Du uns sonst noch etwas sagen?
Vielen lieben Dank, dass ich ein Teil dieses wundervollen Projekt sein darf.

Vielen Dank für das Interview Julia!


Categories: Darstellerinterviews

16
Juni
2014

Infostände des Tierschutztheaters

P1020426 Hinter uns liegen 3 anstrengende Samstage (31.05. + 07.06. + 14.06.2014). Wir hatten jeweils Infostände in der Innenstadt, an verschiedenen Plätzen – in der Weinstraße, der Neuhauser Straße und der Pettenbeckstraße, immer Samstags von 12 - 16 Uhr (bzw. haben wir teilweise auch eher zusammengepackt, wenn wir kein Material mehr hatten).

Folgendes Material konnten wir dabei unter die Leute bringen:
- 1.000 Vereinsbroschüren
- ca. 1.500 Flyer für unser aktuelles Stück „Enrico & Zazalena"
- mehrere Mitgliedsanträge

Zudem landeten Spenden i. H. v. 21,79 € in unserer Sammelbüchse.

Alles in allem also ein riesen Erfolg!

Wir danken der Lipp GmbH für den kostenlosen Druck unserer Vereinsbroschüren, ohne welche all das nicht möglich gewesen wäre.

Für Juli werden wir noch weitere Infostände beim KVR beantragen, um noch mehr Leute zu erreichen und unseren neuen Verein Tierschutztheater e.V. vorzustellen. Hierfür suchen wir noch fleißige Helfer. Bei Interesse bitte einfach hier melden.

Categories: aus dem Verein / Aktionen

10
Juni
2014

Zu Besuch auf dem Ingolstädter Frühlingsfest

Herzlos! Ich war gestern zu Besuch auf dem Ingolstädter Frühlingsfest und bin dort auf ein Ponykarussell aufmerksam geworden. Dort mussten die Tiere bei extremer Hitze (ca. 32-33 Grad, schwüle Luft) in praller Sonne (Hälfte der Manege war sonneneingestrahlt) ihre Arbeit verrichten.

IMG 20140609 184438 bLaut Zirkusleitlinien (Seite 21 unter Punkt 5.) steht den Tieren jede halbe Stunde ein Richtungswechsel zu. Während meiner gesamten Anwesenheit auf dem Festgelände (18:30 - 21:05), liefen die Tiere in die selbe Richtung (umgekehrter Uhrzeigersinn). Ich konnte auch zu keiner Zeit eine Pause oder eine Versorgung mit Wasser wahrnehmen. Ich sah ca. im 10 Minuten Takt dort vorbei. Zwischen 20:15 und 21:05 Uhr (also 50 Minuten) war ich sogar ununterbrochen vor Ort.

Es stand etwas abseits ein blauer Eimer mit Wasser, der aber für die Tiere nicht zugänglich war. Ich konnte zu keiner Zeit feststellen, dass dieser rumgereicht wurde. Lediglich die Mitarbeiter dieses Reitbetriebs teilten sich eine Wasserflasche, wenn die Kinder durchgewechselt wurden, den Tieren schien dies nicht vergönnt. Zudem bezweifle ich, dass ein 10-20l Wasser Eimer für 6 Tiere gereicht hätte.

Die Augen von mindestens 3 Tieren waren stark gerötet.

Bitte kauft keine Fahrkarten für solch eine Tierquälerei!!! Es IMG 20140609 192914 bgibt andere Fahrgeschäfte, mit denen Ihr Euren Kindern eine riesen Freude machen könnt.

Nachtrag: Ich habe diesen verantwortungslosen Betrieb selbstverständlich bereits beim Veterinäramt Ingolstadt angezeigt. Eine Kontrolle ist wohl auch schon erfolgt. Aus Datenschutzgründen kann ich aber keine Ergebnisse erhalten.


Weitere Bilder auf Facebook.

Categories: Erfahrungsberichte

10
Juni
2014

Aaron stellt sich vor

Regelmässig veröffentlichen wir an dieser Stelle Interviews mit unseren Darstellern. Heute widmen wir uns Aaron.


Interview mit Aaron

Hallo Aaron,

bitte stell Dich uns kurz vor.Aaron Interview
Mein Name ist Aaron, ich bin 20 Jahre alt und komme ursprünglich aus München, studiere jetzt aber in Erlangen. Meine Interessen sind Fotografieren, Motorrad fahren und Videospiele.

Hast Du Haustiere (oder früher mal welche gehabt)?
Ich hatte zwei Meerschweinchen und habe noch zwei Katzen.

Wie bist Du auf das Projekt Tierschutztheater gestoßen?
Meine ehemalige Nachbarin (Gründerin dieses Vereins) hat mich von Anfang an ins Boot geholt.

Was hat Dich zur Teilnahme bewegt?
Ich mag Theater spielen und Tierschutz liegt mir am Herzen.

Wie alt warst Du damals?
15.

Wo hast Du überall mitgespielt?
Am Tag der Tiere in Augsburg, in Frankfurt und am Ökumenischen Kirchentag in MünchenIch hab im ersten Stück bei zwei Auftritten als eine der Hauptrollen mitgewirkt, sowie im zweiten Projekt ebenfalls als Hauptrolle.

Was für Rollen hast Du gespielt?
Im ersten Stück (Stumme Helden) spielte ich den Praktikanten, der ob einer Jobzusage in einem Tierversuchslabor anfangs euphorisch und mit der Zeit immer skeptischer wird und sich schließlich von der Arbeitsstelle abwand.

Im zweiten Stück spielte ich den Engel, der eine alten Dame über das Tierleid aufklärt, welches sie durch ihr bisheriges Leben direkt und indirekt verursacht hat.

Welches war Deine Lieblingsrolle, was hat am meisten Spaß gemacht?
Ich fand die Rolle des Praktikanten am besten, weil sie meinem persönlichen Erlebnissen auf dem Interessengebiet sehr nahe kommt.

Wie hast Du die praktische Umsetzung empfunden, also was hat Dir besonders gefallen?
Das es trotz Hektik und Ernst der Lage später immer Gründe zum Lachen gab.

Und was fandest Du nicht so gut bzw. sollte anders gestaltet werden?
Teilweise war die Organisation der Projektbeteiligten und die Teilnehmer selbst schlecht. Aber das kommt eben mal vor :)

War es für Dich ein positives Erlebnis, hat es Spaß gemacht?
Auf jeden Fall!

Konntest Du Erfahrung sammeln, bzw. hast Du in irgendeiner Form von der Teilnahme profitiert?
Von den theaterspezifischen Fähigkeiten abgesehen auch ein sensibleren Umgang mit Lebensmitteln.

Würdest Du wieder mitspielen?
Sofern es mein Studium zuließe klar.

Kannst Du das Projekt weiterempfehlen?
Habe ich bereits :)

Hat sich Deine Einstellung zum Umgang mit Tieren geändert?
Ich war schon immer tierlieb.

Denkst Du, dass das Stück andere Menschen zum Nachdenken anregt?
Ganz bestimmt!

Möchtest Du uns sonst noch etwas sagen?
Ich freue mich, nach wie vor an diesem wundervollen Projekt mitarbeiten zu dürfen!

Vielen Dank für das Interview Aaron!
Gern und bis bald bei der Aufführung!


Categories: Darstellerinterviews

20
Mai
2014

Nici stellt sich vor

Regelmässig veröffentlichen wir an dieser Stelle Interviews mit unseren Darstellern. Heute widmen wir uns Nici.

Interview mit Nici:

Hallo Nici,

bitte stell Dich uns kurz vor.Nici
Hallo erst mal, ich bin die Nici, 22 Jahre alt, lebe in München, bin ausgebildete Fremdsprachenkorrespondentin und leidenschaftliche Schauspielerin.

Hast Du Haustiere (oder früher mal welche gehabt)?
Ja, ich hatte mehrere Meerschweinchen (Susi, Flecky, Schnuppy und Wuschel). Schnuppy lag mir besonders am Herzen, weil sie Fleckys Tochter war - Felcky verstarb am Tag von Schnuppys Geburt – da war ich 8 oder 9 – und ich sie und ihre Brüder (Max und Moritz) selbst mit der Falsche aufgezogen habe. Anfangs wussten wir nicht, ob sie es schaffen würden, aber Schnuppy wurde 13 Jahre alt (ihre Bürder haben wir in eine andere Familie gegeben, als sie alt genug waren – wie es ihnen ergangen ist, weiß ich nicht. Und dann hatte ich noch einen ganzen Haufen Mäuse – ich glaub die höchste Zahl waren 31. Dazu könnte ich auch einiges erzählen, aber da reicht die Zeit nicht.

Was hat Dich zur Teilnahme am Projekt Tierschutztheater bewegt?
Am meisten hat mich zur Teilnahme die Tatsache bewegt, dass das Tierschutztheater sich mit wichtigen und realen Themen befasst – das war in den anderen Stücken, in denen ich davor mitgewirkt hatte, nie der Fall.

Hattest Du schon vorher Schauspielerfahrung? Um was ging es in den Stücken, in denen Du mitgespielt hast? Was für Rollen hast Du gespielt? Welches war Deine Lieblingsrolle, was hat am meisten Spaß gemacht?
Ja, ich spiele seit dem ich denken kann. Angefangen hat es mit Krippenspielen in der Kirche, über zum klassischen Schultheater, bis zur Jugendgruppe der Münchner Kammerspiele. Die Rollen die ich gespielt habe waren sehr unterschiedlich – mal ging es darum, den Lehrerberuf durch den Kakao zu ziehen – mal befassten wir uns mit der Frage, welche Erwartungen die Welt an uns stellt und wie wir dem je gerecht werden sollen – oder ein andermal stellten wir uns die Frage, was wohl passieren würde, wenn wir heute unser Leben komplett neu starten könnten – was würden wir verändern?

Beim Tierschutztheater schlüpfte ich bei dem Stück „Manche sind gleich, aber andere sind gleicher“ in die Rolle eines Versuchshundes 13489028 (war mein Rollenname glaub ich) und lernte mehr darüber, was für ein abscheuliches Leben wir Menschen solchen Tieren antun – und in diesem Stück spielte ich noch einen Tierarzt, der aus Kapitalgründen ein Tier lieber dem Tod überlassen hätte, als es zu retten – ziemlich traurig, wenn ihr mich fragt. In dem anderen Stück, in dem ich mitgespielt habe, „Rose s Memoires“, spielte ich den Engel, der der Heldin aufzeigte, was für Unrecht sie den Tieren mit ihrem täglichem Leben tat – eigentlich sehr ironisch, wenn man bedenkt, dass ich die einzige der Truppe war, die nicht wenigstens Vegetarisch lebt – wahrscheinlich war ich der Engel, der mir meine eigene Unwissenheit aufzeigte.

Wie hast Du die praktische Umsetzung empfunden, also was hat Dir besonders gefallen? Und was fandest Du nicht so gut bzw. sollte anders gestaltet werden? War es für Dich ein positives Erlebnis, hat es Spaß gemacht? Konntest Du Erfahrung sammeln, bzw. hast Du in irgendeiner Form von der Teilnahme profitiert?
Die Umsetzung empfand ich persönlich als sehr gelungen, ich hatte mich sofort in eine Gruppe eingefunden, die sich als gemeinsames Ziel gesetzt hatte, mit der Plattform Theater auf einen wichtigen Bereich des heutigen Lebens hinzuweisen – der Fleischkonsum und die Kosmetikindustrie und die daraus tretenden Folgen, für die Lebewesen, die nach einem qualvollem Leben auf unseren Tellern landen bzw. ein ebenso qualvolles Leben als Versuchstiere für Kosmetik und Medizin auf sich nehmen müssen.

Besonders positiv fand ich, dass ich als „Fleischfresserin“ so die Möglichkeit hatte, mehr über das Leben der Tiere zu erfahren, die ich täglich esse und so auf eine Art und Weise aufgeklärt wurde, wie ich es mir nie hätte denken können. Es war schön, eine Welt kennen zu lernen, in der Lebewesen an sich gleich wert sind und keines über dem anderen steht.

Erfahrungen habe ich in dem Sinne gesammelt, dass ich an den Tagen der Probe und bei der Aufführung hauptsächlich Vegan ernährt habe und ich es gar nicht so schlimm fand, wie ich zuerst dachte. (Um die Frage vorweg zu nehmen – Nein, ich bin keine Vegetarierin geworden – aber ich esse weniger Fleisch als vor der Teilnehme beim Tierschutztheater und versuche, mich davor zu erkundigen, woher das Fleisch kommt das ich esse – Mein größter Profit war, dass ich durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen gelernt habe, jedes Lebewesen zu respektieren.

Könntest Du Dir vorstellen, dass das Tierschutztheater jungen Talenten (ohne Schauspielausbildung) als „Sprungbrett“ dienen kann, bzw. eine geeignete Chance bietet, Erfahrung/Referenzen zu sammeln und an gutes lizenzfreies Material für ein Showreel zu kommen?
Das ist schwer zu sagen. Ein Sprungbrett in dem Sinne ist schwer zu finden, aber ich denke, es ist auf jeden Fall eine Referenz, die es wert ist anzugeben, da dies zeigt, dass man sich auch mit wichtigen Dingen auseinander setzt und nicht nur spielt, um eben zu spielen.

Würdest Du wieder mitspielen?
Auf jeden Fall!

Kannst Du das Projekt weiterempfehlen?
Unbedingt – ich empfehle es vor allen Leuten weiter, die sich mit dem Wert einen Tierlebens zuvor nicht wirklich auseinander gesetzt hatten – man kann wirklich viele erscheckende Dinge lernen und man kann lernen, bei sich selbst anzufangen, eine bessere Welt für Mensch und Tier zu schaffen.

Hat sich Deine Einstellung zum Umgang mit Tieren geändert?
Schwer zu sagen – Ich hatte mein Leben lang zwischen Haustieren und Nutztieren unterschieden – die einen waren meine besten Freunde – die anderen bereiteten mir auch Freude –aber auf eine andere Art und Weise – ich hatte mich nie zuvor damit auseinander gesetzt, was für ein Leben das Steak wohl hatte, wenn ich es aß – das ist jetzt anders, auch wenn ich nach wie vor gerne mal ein Stück Fleisch esse.

Denkst Du, dass die Stücke andere Menschen zum Nachdenken anregen?
Also mich hat es sehr zum Nachdenken angeregt und ich denke, dass es durchaus möglich ist, dass es anderen genauso gehen könnte.

Was hältst Du von der Leitidee des Zusammenspiels zwischen den Generationen, also dass die Gruppe bunt aus alt und jung zusammengemischt sein soll?
Diese Idee fand ich sehr gut und es hat auch mehr oder minder geklappt.

Was hältst Du von der Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein?
Das finde ich sehr begrüßenswert, der Tierschutz ist eine wichtige Sache, die in der heutigen Gesellschaft leider immer mehr an Bedeutung verliert.

Möchtest Du uns sonst noch etwas sagen?
Danke, dass ich mitmachen durfte und Leute, versucht Euch beim nächsten Stück Fleisch vorzustellen, was für ein Leben Euer Mittagsessen wohl hatte – wenn Ihr genauso erschreckt seid wie ich, dann wäre es Zeit darüber nachzudenken, was zu verändern.

Vielen Dank für das Interview Nici!

 

Categories: Darstellerinterviews

13
Mai
2014

Schenke einem Tier Dein Herz und Du bekommst das tausendfache zurück

- Eine Liebeserklärung an meine Katze -

Heute möchte ich Euch meinen Kater Krähe (dieser Name hat seinen Grund!) vorstellen. Krähe kommt aus der Türkei und wurde als Baby von einem Hund gebissen und schwerst verletzt zurückgelassen. Seine Gedärme sollen bereits herausgequollen sein. Glücklicherweise wurde er von einem barmherzigen Menschen gefunden, welcher ihn zum Arzt brachte und bereit war, die hohen OP-Kosten (ca. 1.000 EUR) zu übernehmen.P1020448

Sodann landete Krähe, damals noch unter dem Namen Bandit, in Deutschland und sollte dort ein besseres Leben führen. Doch Krähe hatte viel durchgemacht, war schwer traumatisiert und definitiv alles andere, als ein süßes braves Kuschelkätzchen. Er hatte zahlreiche schwere Verhaltensstörungen und war nur schwer zu ertragen. Am schlimmsten war das Geschrei – er fing ausnahmslos jede Nacht zu schreien an und hörte damit nicht mehr auf, bis morgens am hellen Tag, bis er vollkommen heiser war und es kein lautstarkes Mijauen mehr war, sondern eher ein geschwächtes Krächzen (Krähe! ... und jetzt wissen wir endlich alle, warum er so heißt...).

Keiner ertrug das und so wechselte er von Herrchen zu Herrchen. Irgendwann mussten wir ihn P1000021aufnehmen, anfangs eigentlich nur als Urlaubsvertretung während eines mehrmonatigen Auslandsaufenthaltes seines Dosenöffners. Auch wir waren am Anfang überhaupt nicht glücklich mit diesem Tyrannen und zählten die Wochen, bis wir ihn „zurückgeben" durften. Doch dann wurde Krähe krank und wir fingen an, uns Sorgen um ihn zu machen, dabei entwickelten wir Gefühle für ihn. Wir pflegten ihn gesund und erfreuten uns gemeinsam mit ihm an seiner Genesung. Wir öffneten uns seiner Art, seiner ganz speziellen eigenen Art und lernten positive Wesenszüge von ihm kennen. Als sein ursprüngliches Herrchen dann wieder zurück war, wollten wir ihn gar nicht mehr hergeben und das traf sich gut, denn jenes wollte ihn gar nicht mehr zurücknehmen.P1000024

Aufdann blieb Krähe bei uns. Ich gebe zu, dass es anfangs wirklich nicht einfach war und wir ihn trotz aller Tierliebe manchmal am liebsten „erwürgt" oder „aus dem Fenster geworfen" hätten. Aber mit viel Liebe, Geduld und Einfühlsamkeit konnten wir Krähe weiterentwickeln. Am wichtigsten dabei war ihn erstmal zu verstehen, statt wütend auf ihn zu sein, wenn er etwas anstellte. Er muss viel durchgemacht haben auf der Straße, was genau kann man nur mutmaßen, aber sicher waren es raue Bedingungen: Kampf gegen Hunger und Durst bei stärkster türkischer Hitze, nachts Gefahr durch Hunde, Hass von herzlosen Menschen und sogar andere, stärkere Katzen als Feinde im Kampf um das wenige zu findende Essen. Als Baby war er einfach der letzte, der eine Chance hatte, an frei zugängliche Nahrung zu kommen. Er konnte diese nur durch Menschen bekommen und in einem Land, in dem es von hungrigen Straßenkatzen nur so wimmelt, war dies nur möglich, in dem er auf sich aufmerksam machte. P1000023Vermutlich entwickelte er so, sein penedrantes Geschrei. Zudem ist es für ein Tier, das auf der Straße groß geworden ist, tun und lassen konnte was es wollte und jeden Tag so weit laufen, streunen und erkunden konnte, wie ihm der Sinn stand, schwer, sich auf eine verschloßene Stadtwohnung umzustellen.

Inzwischen hat Krähe sich bestens bei uns eingelebt und Vertrauen zu uns aufgebaut. Er weiß, das wir ihn lieben. Und wir lieben Krähe, wie ein eigenes Kind. Wir würden ihn um nichts auf der Welt eintauschen wollen und erfreuen uns jeden Tag daran, dass es ihn gibt. Er schenkt uns so viel Freude und Glück. Wir sind eine kleine Familie, mein Lebenspartner, ich und unsere kleine Krähe. Wenn wir mal für ein paar Tage nicht da sind, dann schicken uns die netten Menschen, die sich um unseren Liebsten kümmern, Bilder via WhatsApp und wir zerfließen regelrecht beim Anblick vor Erquickung und Sehnsucht und freuen uns schon auf daheim, denn „Zuhause" ist da, wo der Kleine ist.

P1000357Krähe, mein kleiner türkischer Herzensbrecher, ich liebe Dich! Danke, dass es Dich gibt!
Schenke einem Tier Dein Herz und Du bekommst das tausendfache zurück.

Eine Bitte an alle Leser: Holt Euch niemals ein Tier vom Züchter, sondern nur aus dem Tierheim bzw. dem Tierschutz (Gründe/Informationen findet Ihr [hier])!

Categories: Erfahrungsberichte

01
Mai
2014

Anna stellt sich vor

Regelmässig veröffentlichen wir an dieser Stelle Interviews mit unseren Darstellern. Heute widmen wir uns Anna.

Interview mit Anna

Hallo Anna,

bitte stell Dich uns kurz vor.
Mein Name ist Anna Schimpf, ich bin 33 Jahre alt, lebe in München und komme ursprünglich aus Kasachstan.

Hast Du Haustiere (oder früher mal welche gehabt)?
Ich habe schon immer Haustiere gehabt, momentan lebe ich mit einer Katze, ihr Name ist Lara.

Interview Anna

Wie bist Du auf das Projekt Tierschutztheater gestoßen?
Auf das Projekt Tierschutztheater bin ich schon vor langer Zeit, über meine damalige Arbeit bei den Ärzten gegen Tierversuche, aufmerksam geworden.

Was hat Dich zur Teilnahme bewegt?
Ich wurde angesprochen, bei dem Projekt mitzumachen und habe zugesagt, weil ich finde, dass das Tierschutztheater eine tolle Sache ist und ich auf diesem Weg, mit meiner Teilnahme, einen kleinen Beitrag zum Tierschutz leisten wollte. Ich finde es schön, mit Gleichgesinnten für eine sinnvolle und wichtige Sache etwas zu unternehmen.

Was für eine Rolle hast Du gespielt?
Ich war eine der Moderatorinnen, in dem Stück "4 hours on escape".

Wie hast Du die praktische Umsetzung empfunden, also was hat Dir besonders gefallen?
Es war sehr aufregend, interessant und erschreckend/emotional. Aufregend, weil ich so etwas noch nie gemacht habe und daher auch sehr interessant, diese Erfahrung zu machen. Erschreckend war es, weil man wieder mit dem Thema Tierqual konfrontiert wurde und bei der Nachstellung einer wahren Geschichte, die den Tieren tagtäglich passiert, ihr Leid und auch die erschreckende Kälte und Gleichgültigkeit vieler Menschen, wie z.B. in meinem Fall, der Moderatorin, "miterleben" konnte.

Und was fandest Du nicht so gut bzw. sollte anders gestaltet werden?
Soweit ich weiss, war es das erste Mal, dass ein Kurzfilm gedreht wurde. Daher fand ich das alles sehr gut gemacht!

War es für Dich ein positives Erlebnis, hat es Spaß gemacht?
Ja, das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Konntest Du Erfahrung sammeln, bzw. hast Du in irgendeiner Form von der Teilnahme profitiert?
Das habe ich auf jeden Fall. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und habe eine neue Erfahrung, im Theater/Schauspiel gemacht.

Würdest Du wieder mitspielen?
Da ich etwas Publikumsscheu bin, würde ich vielleicht nicht unbedingt auf einer Bühne, vor vielen Menschen spielen, aber bei einem Kurzfilm wäre ich sofort wieder dabei.

Kannst Du das Projekt weiterempfehlen?
Das würde ich auf jeden Fall jedem weiterempfehlen.

Hat sich Deine Einstellung zum Umgang mit Tieren geändert?
Nein, da ich schon vor dem Projekt die selbe Einstellung zu den Tieren und dem Tierschutz hatte und auch aus demselben Grund das Projekt unterstützt habe.

Denkst Du, dass das Stück andere Menschen zum Nachdenken anregt?
Das denke und hoffe ich sehr.

Was hältst Du von der Leitidee des Zusammenspiels zwischen den Generationen, also dass die Gruppe bunt aus alt und jung zusammengemischt sein soll?
Finde ich super, das ganze Leben ist eine Bühne, mit alten und jungen Darstellern, also warum auch nicht auf einer Theaterbühne?!

Was hältst Du von der kürzlich stattgefundenen Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein?
Finde ich sehr gut und wünsche alles Gute und viel Erfolg!

Möchtest Du uns sonst noch etwas sagen?
Eigentlich nicht, ausser, dass ich für eure Arbeit viel Respekt habe und es toll finde, dass es solche Menschen, wie euch, gibt!

Vielen Dank für das Interview Anna!

Categories: Darstellerinterviews

20
April
2014

Demo zur Ostermesse - „Die Kirche hat die Tiere vergessen!“

Die Kirche hat die Tiere vergessen! Unter diesem Motto fand heute, am Ostersonntag, eine konzertierte Aktion in mehreren deutschen Städten statt: Köln, München, Augsburg, Frankfurt, Leipzig und Hamburg.

P1020316Leider trägt die Kirche mit ihrer Lehre von der Sonderstellung des Menschen („Krone der Schöpfung"), seit Jahrhunderten eine große Mitverantwortung für die gesellschaftliche Verwurzelung eines Unrechtsgedankens gegenüber den Tieren. Tiere werden zu „Nutztieren", zu Ausbeutungswesen ohne Seele degradiert und das Ganze ausgerechnet im Namen Gottes. Darüber hinaus liefern gerade christliche Feste, die eigentlich für Liebe (Weihnachten) oder Leben (Ostern/Auferstehung) stehen, Anlass für den grausamen Tod unzähliger Tiere, ja sogar Tierkinder (Lammbraten). Auf diesen absurden Widerspruch sollte mit der Veranstaltung aufmerksam gemacht werden.P1020301

In München fand die Aktion von 09:30 – 13:00 Uhr auf dem Platz vor der Feldherrenhalle statt, gegenüber der Theatinerkirche.

Zahlreiche Demonstranten unterschiedlichster Vereine und Organisationen (animal peace, BBT, Tierschutztheater, uvm.) versammelten sich mit Schildern und Transparenten. Es gab einen Infostand mit verschiedensten Flyern und Infoblättern, sowie einem Bildschirm, auf dem ein Video über Fleisch und Schlachtung gezeigt wurde.

Auf dem Boden wurde eine Gedenkstelle für die Tiere eingerichtet, Grablichter und Infoschilder aufgestellt, ummantelt mit dem Kreidezug „Die Kirche hat die Tiere vergessen".

P1020325Als Highlight, bzw. Eyecatcher gab es eine Special-Performance, ein sogenanntes „Die-in": Komplett schwarzgekleidete Aktivisten legten sich wie tot vor die Gedenkstelle mit den Grablichtern, symbolisch für die vielen Millionen Tiere, die unter dem Segen der Kirche entsetzlich leiden und sterben müssen, veranschaulicht mit entsprechenden Schildern. Diese Performance wurde zweimal wiederholt. Die Veranstalterin Daniela Böhm hielt dazu jedesmal eine bewegende Ansprache, welche sicher den einen oder anderen Passanten zum Nachdenken anregte.P1020324

Das Wetter meinte es gut mit uns, es regnete nicht und auch die Temperaturen waren erträglich. Wem es doch zu kalt wurde, der hatte Gelegenheit, sich im Café gegenüber aufzuwärmen, denn dort gab es erfreulicherweise Kaffee mit Sojamilch im Sortiment. Alles in allem also eine sehr gelungene Veranstaltung. Danke Daniela!

Categories: Lokales München, aus dem Verein / Aktionen

10
April
2014

Ralf stellt sich vor

Wir werden künftig regelmässig Interviews mit unseren Darstellern veröffentlichen. Heute widmen wir uns Ralf.

Interview mit Ralf

Hallo Ralf, 

Interview Ralfbitte stell Dich uns kurz vor.
Mein Name ist Ralf, ich stamme aus der Oberpfalz. Mit knapp unter 50 Jahren realisierte ich erst sehr spät meinen Wunsch zur Schauspielerei und alles, was damit zu tun hat. Hier im Tierschutztheater kann ich darüber hinaus noch für den Tierschutz Impulse setzen.

Hast Du Haustiere (oder früher mal welche gehabt)?
Früher hatte ich Miezekatzen, doch heute: Nein. Ich könnte denen organisatorisch leider nicht die nötige, durchgängige Aufmerksamkeit gewähren.

Spielst Du noch in anderen Theatergruppen?
Ja, im Landestheater Oberpfalz.

Wie bist Du auf das Projekt Tierschutztheater gestoßen?
Auf einschlägigen Internet-Seiten stieß ich auf einen Eintrag, daß in München ein Theater existiere, das Tierschutz als seine Berufung sieht.

Was hat Dich zur Teilnahme bewegt?
Schauspielerisch den Tierschutz zu unterstützen, ist eine gute Kombination.

Um was ging es in dem Stück, in dem Du mitgespielt hast?
In "4 hours on escape" wurde theatralisch aufgezeigt, wie man von einem anderen, ungewöhnlichen Blickwinkel aus den Werdegang eines Kälbchens bis hin zur industriellen Verwertung mit all seinen erschreckenden Begleiterscheinungen verfolgen kann.

Was für eine Rolle hast Du gespielt?
Den Jäger, der den finalen Schuß abgibt.
(Anmerkung Tierschutztheater: Ralfs Rolle basierte auf wahrer Begebenheit. Diese traurige Geschichte diente als Vorlage.)

Wie hast Du die praktische Umsetzung empfunden, also was hat Dir besonders gefallen?
Es war spannend, zu beobachten, wie die doch sehr unorthodoxen Methoden, sich der Thematik Massentierhaltung zu nähern und das Theater zu inszenieren,- besonders im Zusammenspiel mit den teils überaus motivierten und besonders talentierten Darstellern, in Einklang zu bringen sei.

Und was fandest Du nicht so gut bzw. sollte anders gestaltet werden?
Ein junges Pflänzlein, das gerade erst mal fünf Jahre alt geworden ist, möchte ich keinesfalls bewerten und damit reglementieren. Es wird sich von selbst entwickeln.
(Anmerkung Tierschutztheater: Hier meint Ralf das Projekt Tierschutztheater im allgemeinen, da wir heuer 5-jähriges Jubiläum haben)

War es für Dich ein positives Erlebnis, hat es Spaß gemacht?
Ja.

Konntest Du Erfahrung sammeln, bzw. hast Du in irgendeiner Form von der Teilnahme profitiert?
Ja. Sowohl schauspielerisch als auch persönlich.

Würdest Du wieder mitspielen?
Ja, sehr gerne.

Kannst Du das Projekt weiterempfehlen?
Unbedingt.

Hat sich Deine Einstellung zum Umgang mit Tieren geändert?
Nein, meine Einstellung gegenüber Tieren befinde ich als durchaus ausgereift. ... Oder vielleicht doch ein wenig: Ich denke seit meiner Rolle in "4 hours on escape" beim Einkauf noch ein wenig mehr über die Herstellung von Lebensmitteln nach.

Denkst Du, dass das Stück andere Menschen zum Nachdenken anregt?
Hier bin ich skeptisch, was die Nachhaltigkeit betrifft. Impulse jedoch werden bestimmt vermittelt.

Wie findest Du das Zusammenspiel zwischen den Generationen, also dass die Gruppe bunt aus alt und jung zusammengemischt ist?
Kurzweile ist garantiert! Doch,- im Ernst: Es profitiert jeder von jedem in diesem Mix.

Was hältst Du von der derzeit stattfindenden Umwandlung in einen Verein?
Inneres Wachstum in der Qualität birgt gute Chancen, das eigentliche Ziel, den Tierschutz, noch besser in den Fokus der Öffentlichkeit zu transportieren.

Möchtest Du uns sonst noch etwas sagen?
Es freut mich, daß es Enthusiasten gibt, die sich einem vermeintlich unangenehmen Thema verschreiben. Menschen, die mehr, als nur ein Strohfeuer zu generieren in der Lage sind!

Vielen Dank für das Interview Ralf!

 

Categories: Darstellerinterviews

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