Informatives / Aktuelles

01
April
2014

Kindervorstellung mit echten Löwenbabys auf der Bühne

Gute Neuigkeiten! Für unser brandaktuelles Kinderstück „Sumbas bester Freund", in welchem es um die rührende Geschichte eines taffen Waisenjungen aus Afrika geht, welcher von seinem besten Freund, einem zahmen Löwenjungen begleitet wird und mit diesem tolle Abenteuer erlebt, haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht: Wir holen echte Löwen auf die Bühne!

Ein großer Münchner Zirkus, der derzeit noch nicht genannt werden möchte, hat uns nun endlich lion-219846 150grünes Licht gegeben. Wir erhalten drei weiße Löwenbabys für unsere Inszenierung. Die Rolle des Löwen muss leider von mehreren Löwen gespielt werden, da die wenigen Wochen alten Jungtiere noch geschont werden müssen und mit einer 90-Minütigen Aufführung einzeln jeweils überfordert wären. Jeder Löwe wird also nur 30 Minuten mitspielen. 

Das Stück ist explizit für Kinder konzipiert - von Kindern für Kinder. Die Gruppe besteht derzeit aus Jungen und Mädchen von 6 – 10 Jahren. Die mitspielenden Kinder sind alle hellauf begeistert. Nie gibt es sonst die Gelegenheit, echten Wildtieren so nah zu sein. Die Löwenbabys erinnern an Katzen, sind verschmust und verspielt - alle Kinder haben sich bereits in sie verliebt. In Kürze geben wir den genauen Auftrittstermin bekannt.

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25
März
2014

Eine Hoffnung für Tiere – Lucia Grün

In Bernburg soll ein Großschlachthof gebaut werden, in welchem künftig täglich 24 000 Schweine getötet werden. Die 14-jährige Lucia Grün aus Aschersleben engagiert sich vorbildlich gegen den Bau dieser Anlage und hat eine Online-Petition gestartet, an der sich inzwischen fast 40 000 Menschen beteiligt haben.

Wir sind begeistert von ihrem Engagement und haben uns daher entschloßen, sie mit einer Urkunde auszuzeichnen. Dazu schenken wir ihr das Buch "Heute ist ein ganz anderer Tag" von Daniela Böhm.

Urkunde Lucia Grün

Categories: Hoffnung für Tiere , Informatives / Aktuelles

15
März
2014

Heute ist Weltverbrauchertag

Der Weltverbrauchertag ist ein Aktionstag der internationalen Verbraucherorganisation Consumers International, an dem auf Verbraucherbelange öffentlich aufmerksam gemacht wird. Er wird seit dem Jahr 1983 jährlich am 15. März begangen. Der Weltverbrauchertag geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress grundlegende Verbraucherrechte proklamierte.

Zu diesem Anlass möchten wir auf ein sehr wichtiges, hochaktuelles Thema aufmerksam machen. Der Pelzhandel boomt wie nie zuvor, vor allem Dank ausgeklügelter Verbrauchertäuschung und einer trickreichen „Die-Masse-machts“-Strategie, mit welcher dem Verbraucher so gut wie überall kleine Anteile Pelz (z. B. Pelzbesatz am Kragen, Mützenbommel) untergeschoben werden.

Vorweg, Pelzgewinnung ist nochmal um ein vielfaches grausamer als die Gewinnung von Fleisch. Um das wertvolle Fell nicht zu beschädigen, werden spezielle Tötungsverfahren angewendet, welche besonders grausam und schmerzvoll sind.

Was viele Menschen nicht wissen: Viele Felle stammen aus China, wo überhaupt keine Richtlinien zum Schutz der Tiere gibt. Sie werden dort totgeknüppelt, ausgeblutet oder mit Drahtschlingen erdrosselt. Doch die Grausamkeit lässt sich noch steigern. Viele Tiere werden sogar bei lebendigem Leibe gehäutet.

So unvorstellbar das auch klingen mag, es geschieht leider tatsächlich und ist in diesem Land nicht einmal ungewöhnlich. Die unausgebildeten Arbeiter packen die Tiere einfach, schlagen ihre Körper mehrmals auf den Boden oder gegen die Wand. Wenn das Tier daran nicht stirbt, stört das die Arbeiter auch nicht weiter. Sie beginnen, das Tier bei lebendigem Leibe zu häuten. Wenn es sich dabei zu heftig wehrt, wird ihm einfach noch einige Male stark auf den Kopf geschlagen.

Nach der Häutung werden die Tiere auf einen Haufen von ihren Artgenossen geworfen und verenden qualvoll. Das Herz der Tiere schlägt noch bis zu 10 Minuten nach der Häutung. Die Tiere müssen das Schicksal ihrer Leidensgenossen mit ansehen, müssen zusehen, wie sich die Arbeiter zu ihnen vorarbeiten.

P1000021Bei den Tieren handelt es sich vielfach um Hunde oder Katzen. Einige tragen noch Halsbänder woran man erkennen kann, dass sie Haustiere sind, die irgendjemand gehören, sie wurden einfach eingefangen.

Da in Europa kaum jemand einen Hunde- oder Katzenpelz kaufen würde, erfand man einfach Phantasienamen. So werden Katzenfelle häufig als “Maopee”, “Bergkatze”, “Goyangi” oder “Genotte” vermarktet und Hundefelle als “asiatischer Wolf” “asiatischer Waschbär”, “Dogue de Chine”, “Loup d’Asie.” oder „Gaewolf“. Alles ganz legal.

Seit dem 1. Januar 2009 gibt es zwar ein EU-weites Import-Verbot für Haustier-Felle, dieses wird jedoch immer wieder umgangen.

Auch wenn auf dem Etikett steht, dass der Pelz in einem europäischen Land hergestellt wurde, schliesst das nicht aus, dass die Tiere dafür andernorts aufgezogenund geschlachtet wurden. Ein „made in Germany Gaewolf“ kann also ein Hundefell aus China sein, welches in Deutschland zum Pelzmantel verarbeitet wurde. Nicht selten wird sogar dreist falsch etikettiert und hinter 100% Polyester verbirgt sich Echtfell.

Die Felle sind billiger als Kunstpelz, daher werden daraus Mantelbesätze, Mützenbommel, Taschen, Schlüsselanhänger und als Gipfel der Perversion sogar Spielzeuge für unsere Hunde und Katzen hergestellt.

Der ahnungslose Verbraucher hält die flauschigen Haare oft für Kunstfell und kauft sogar guten Gewissens die geschmacklose Ware. Selbst die Verkäufer wissen oft nicht, was sie da verkaufen und geben falsche Auskünfte.

Darum gilt - Besser ganz auf Fell verzichten, also auch kein angebliches Imitat kaufen und vor allem, auch den noch so kleinsten unnötigen Fell-Bommel zum Anlass nehmen, sich für ein anderes Produkt zu entscheiden.

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03
März
2014

Heute ist „Tag des Artenschutzes“

Der Tag des Artenschutzes ist im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingeführt worden und findet jährlich am 3. März statt. Durch das Abkommen, das am 03.03.1973 unterzeichnet wurde, sollen bedrohte wildlebende Arten (Tiere und Pflanzen) geschützt werden, die durch Handelsinteressen gefährdet werden.

Rund ein Drittel aller Arten sind gefährdet, und bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten sterben weltweit täglich aus. Dieser Wert liegt um das bis zu Tausendfache über der natürlichen Aussterberate.

Lebensraumverlust, Klimawandel, Wilderei und Chemikalien in natürlichen Kreisläufen machen vielen Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Hauptverantwortlicher dafür ist meist der Mensch. Doch immer wieder gibt es Arten, die sich nicht einfach geschlagen geben.

Der WWF stellt anlässlich des heutigen Artenschutztages einige verlorengeglaubte Arten vor, die wieder aufgetaucht sind (spektakulären Comebacks von Arten, die lange als ausgestorben galten):

Der australische Hörnchenbeutler
C-Frédy Mercay WWFDas Beuteltier, das nur im australischen Staat Victoria vorkommt, galt für fast hundert Jahre als ausgestorben. Es braucht tote Eukalyptusbäume um sein Nest zu bauen und ernährt sich von Insekten und Baumsäften. Hörnchenbeutlerjunge kommen bereits 15 Tage nach Zeugung zur Welt, um sich dann aber gleich im Beutel der Mutter zu verkriechen. Die Art ist mit rund 5000 Tieren nach wie vor sehr bedroht.

Das madagassische Fingertier
Das Fingertier oder Aye-Aye, ein nachtaktiver Lemur aus Madagaskar, galt anfangs des letzten Jahrhunderts als ausgestorben. Der Lemur hat einen langen, dünnen Mittelfinger, mit dem er Insekten aus Baumrinden klaubt. Von der lokalen Bevölkerung war er als Unglücksbringer verschrien und wurde deshalb fast ausgerottet. Heute kommt er wieder auf der ganzen Insel vor. Mit seinem heulenden Schrei übt er eine ungebrochene Faszination aus und viele Madagaskarreisende wünschen sich nichts sehnlicher, als diesen scheuen Lemur zu erspähen.

Der Galapagos Seebär
Auch grosse Meeressäuger wie der Galapagos Seebär verschwanden lange von der Bildfläche. Wilderer jagten die Art wegen ihrem begehrten Fell und dezimierten die Population derart stark, dass man sie bereits im 19. Jahrhundert für ausgestorben hielt. Der später gegründete Galapagos Nationalpark sorgte dafür, dass sich die kleine Restpopulation wieder erholte. Heute zählt sie wieder über 30'000 Tiere.
 

verwendetes Bild (australischer Hörnchenbeutler):
© Frédy Mercay / WWF



Categories: Informatives / Aktuelles

08
Februar
2014

Es lebe der Tierversuch! Niederschmetterndes Urteil für Tierrechtler – Bundesverwaltungsgericht befindet die Kreiter-Affenversuche für rechtskräftig

Nach einem langen breit von der Öffentlichkeit verfolgtem Rechtsstreit wurden nun höchstrichterlich die negativ berühmten und großen moralischen Anstoß auslösenden Affen-Versuche von Prof. Kreiter für rechtskräftig erklärt.

C- by Linda Dahrmann pixelio.deBei diesen Versuchen werden Makaken (Affenart) Elektroden ins Gehirn operiert. Die Tiere werden dauerhaft unter Flüssigkeitsentzug gehalten, um sie dadurch gefügig zu machen und somit zur aktiven Mitwirkung am Experiment (Teilnahme an Aufgaben) zu zwingen, welche dann mit ein paar Tropfen Apfelsaft entlohnt wird. Die Affen leiden also permanent unter qualvollem Durst. Dabei müssen sie stundenlang, in einen sogenannten Primatenstuhl eingezwängt, stillsitzen und irgendwelche Aufgaben erfüllen (z.B. geometrische Formen am Bildschirm beobachten). Währenddessen werden ihre Hirnaktivitäten anhand der Elektroden gemessen. Prof. Kreiter praktiziert diese Versuche auf exakt diese Weise schon viele viele Jahre und hat sich damit viele Feinde gemacht.

Selbst die für Bremen zuständige Behörde, welche bei geplanten Versuchsvorhaben konsultiert werden muss, also jene, welche die Erlaubnis für sämtliche Tierversuche erteilt - und dies normalerweise auch außerordentlich freizügig tut - stieß bei Kreiter irgendwann auf ihre Toleranzgrenzen. Aufgrund der Tierart (hochentwickelt/Affen), der besonders hohen Belastungen für die Tiere und dem nicht greifbaren möglichen Nutzen für die Menschheit, wurde hier ausnahmsweise (und löblicherweise!) irgendwann keine Verlängerungsgenehmigung mehr erteilt.

Doch Kreiter weigerte sich die Entscheidung zu akzeptieren, entschloss sich die Genehmigung gerichtlich zu erstreiten und hatte damit leider auch Erfolg. Bereits das Oberverwaltungsgericht von Bremen gab Kreiter Recht. Es schloss sich seiner Sichtweise und Argumentation an. Die Versuche „[...] seien im Hinblick auf die hohe wissenschaftliche Bedeutung des Versuchsvorhabens ethisch vertretbar.[...]“ „[...] Auf der Grundlage der vorgelegten Sachverständigengutachten seien die Belastungen allenfalls als mäßig einzustufen. [...]“

Jeder zu Empathie fähige Mensch kann hier nur fassungslos den Kopf schütteln. Mäßig?makake-212824 150 Alle, die schon mal richtig heftigen Durst hatten, können sich die Leiden dieser Tiere sicher gut vorstellen. Mit Elektroden im Gehirn leben zu müssen, wird sicher auch nicht harmlos sein. Also unsereins (Mensch) hat schon Angst vor einem Besuch beim Zahnarzt. 

Darüber hinaus ließ das Gericht auch keine Revision zu diesem Urteil zu. Die darauf von der Stadt Bremen eingelegte Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig stieß auf ebenso kaltherzige Ohren und wurde abgewiesen (jetzt aktuell). Das gegenständliche Urteil wurde für korrekt befunden, die Ausführungen dessen bekräftigt. Man verdeutlichte, [...] das der Genehmigungsbehörde bei ihrer Entscheidung kein Ermessen verbleibe. [...]“.Damit ist es nun endgültig - Kreiter darf weiter seine Affen quälen, solange er will, solange es ihm gefällt.

Für die Tierrechtsbewegung ist das ein absolut niederschmetterndes Urteil: Da es eben ohnehin schon eine absolute Ausnahme war, das hier sogar eine der sonst emotionslos bürokratischen, immer blind zustimmenden Genehmigungsbehörden, mal keine moralische Rechtfertigung erkennen konnte, sich zum Einhalt gebieten verpflichtet fühlte, Mut zur Ablehnung des Antrages aufbrachte, ein Ende setzen wollte; ja, weil dies wirklich eine regelrecht legendäre Ausnahme darstellt, darum handelt es sich hier auch um einen sogenannten Präzedenzfall, welcher maßgebend für alle künftigen juristischen Entscheidungen in Tierversuchsfragen sein wird. Künftig werden also weiterhin für jedes noch so absurde Versuchsvorhaben, ganz egal wie unvorstellbar die Leiden für die betroffenen Tiere auch sein werden, wohl immer rein obligatorisch Genehmigungen erteilt.

Das betrifft vor allem die sogenannte Grundlagenforschung, also die Forschung rein zum Erkenntnisgewinn, ohne konkrete Vorstellungen, inwiefern der Menschheit dieses Wissen jemals nützen könnte. Ihr sind die unvorstellbarsten Grausamkeiten der Tierversuchsgeschichte zuzuschreiben. In ihrem Namen nämlich kann selbst der unsinnigste, absurdeste, groteskeste Tierversuch, der nur reine individuelle Forscherneugier befriedigt und gar kein konkretes Anwendungsziel verfolgt (so wie eben die Kreiter-Versuche) beantragt werden. Tja und ab nun muss auch wirklich alles genehmigt werden bzw. kann auch eingeklagt werden. Praktisch war das zwar schon immer so, also alles zulässig, alles fleissig behördlich durchgewunken, alles wie eh und je. Aber mit dem aktuellen Urteil wurde die rechtliche Basis dafür frisch zementiert, ein neues modernes Fundament gelegt, juristisch unmissverständlich definiert und verbindlich öffentlich klargestellt, dass sich in rechtlicher Sicht noch lange nichts ändern wird. Aufgrund der im Grundgesetz verankerten Freiheit der Forschung hat jegliches persönliche Bedürfnis eines Forschers nach „Rumexperimentiererei“ absoluten rechtlich geschützten Vorrang und sämtliche Bestreben zur (gesellschaftlich gewünscht und geforderten) Wahrung der Belange der Tiere müssen davor zurückstecken. Forschung ist Grundrecht, Tierschutz nur Staatsziel.

Der Antrag auf Zulassung stellt damit nur eine reine Formsache dar, eine Prüfung oder gar Regulierung von Tierversuchen ist damit nicht möglich, da schließlich immer zugestimmt werden muss. Nur eine formale Hürde also, kein tatsächliches Kontrollorgan. Nüchtern betrachtet erfüllt diese Prozedur also lediglich eine Alibifunktion zum Zwecke der Volksberuhigung, denn damit wird der (falsche) positive Eindruck vermittelt, man würde staatlich regulieren und sei bemüht Tierversuche aufs „Notwendigste“ zu beschränken.

Der Tierschutz steht zwar seit 2002 im Grundgesetz, doch scheint er das Papier nicht wert zu sein, auf dem er steht. In der Gesetzgebung ist er leider wie man sieht noch nicht angekommen.

C- by S. Hofschlaeger pixelio.deEin herber Rückschlag nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für die Demokratie. Kreiters Versuche werden von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Es wurden mehr als 100.000 Unterschriften überreicht. Doch die Belange der Bürger sind halt ebenso niederranging, wenn auf der anderen Seite eine mächtige, zahlungskräftige Lobby steht, welche Präzedenzfälle zum Erhalt ihrer absolut grenzenlosen Handlungsfreiheit schaffen muss.

Kreiter jedenfalls triumphiert. Seit bald zwei Jahrzehnten schon experimentiert er fröhlich in der Gegend herum, natürlich ohne jemals irgendetwas Brauchbares dabei herausgefunden zu haben. Er selbst jedoch zeigt sich seit jeher tief überzeugt von seinem Projekt und bewertet die möglichen daraus zu erlangenden Erkenntnisse als wissenschaftlich wertvoll. Im Laufe der Jahre stellte er sich immer wieder den Fragen seiner Kritiker, versuchte wenigstens etwas Sympathie für sein von der Öffentlichkeit schwer verurteiltes Handeln zu gewinnen, denn es gab unzählige Morddrohungen gegen ihn. Seine Familie und er standen unter Polizeischutz.

So richtig überzeugen konnte Kreiter seine Gegner bisher nicht, muss er nun aber auch C- by S.Geissler pixelio.denicht mehr - Dank dieses folgenschweren, unsere Gesellschaft in jeder Hinsicht beschämenden Urteils. Ach liebe Justizia, Du bist wahrlich blind!

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche äußerte sich in Form einer Pressemitteilung zum jüngsten Geschehen und erhebt darin öffentlich starke Kritik: „[...] ist es eine fatale Fehlentscheidung der deutschen Justiz, das Quälen von Tieren zum reinen Erkenntnisgewinn einzelner Forscher als rechtmäßig zu beurteilen. In Deutschland wird seit über 30 Jahren Hirnforschung an Affen betrieben, vorgeblich, um damit Krankheiten wie Epilepsie oder Parkinson verstehen zu können - Therapien für menschliche Erkrankungen resultieren daraus jedoch keine.

Dagegen kommt moderne und klinisch relevante Hirnforschung ganz ohne Tierleid dem Menschen zu Gute. An der britischen Universität Durham beispielsweise wird mittels Transkranieller Magnetstimulation Wahrnehmung, Lern- und Gedächtnisverhalten an Probanden gefahrlos erforscht. Neben der ethischen Vertretbarkeit ist von Vorteil, dass für den Menschen relevante Ergebnisse erzielt werden, was am Affenhirn naturgemäß nicht möglich ist, da sich Affenhirn und Menschenhirn maßgeblich unterscheiden.[...]

Nicht nur aufgrund ihrer Grausamkeit sind die Versuche also abzulehnen. Auch wissenschaftliche Gründe fordern dringend ein notwendiges Umdenken in der gesamten Forschungsbranche. Davon sind inzwischen zahlreiche Fachleute überzeugt.

Bleibt nur zu hoffen, dass die moderne tierversuchsfreie Forschung irgendwann ihre Steinzeitkollegen wachrüttelt und diesem vorsintflutlichem Unfug durch simple technische Überholung ein Zwangs-Ende setzt, so wie das Handy die Wählscheibentelefone und der PC die Schreibmaschine ersetzte. Kreiters Äffchen ist aber sicher nicht mehr zu helfen.

 

Quellenangaben für die verwendeten Bilder:

Erster Makake, Portrait, im Gras:
© Linda Dahrmann  / pixelio.de

Gruppe/Menschenmenge/Crowd/Papierkette:
© S. Hofschlaeger  / pixelio.de  

Paragraf/Paragraph:
© S.Geissler  / pixelio.de 

 

 

Categories: Informatives / Aktuelles

03
Juli
2013

Brauchen wir denn immer dicke Kotschichten, fast komplett eingefallene Baracken und mittendrin verletzte und kranke Tiere, um eine Tierhaltung grausam zu finden?

Ein bewegendes Bild wurde mir von einer Tierfreundin aus München zugespielt. Sie war mit einer Freundin auf einem Bauernhof, um sich die Tierhaltung dort näher anzusehen.

Sie gaben vor, sich für Landwirtschaft zu interessieren und mit Tierschutz nichts am Hut Kalbzu haben. So bekamen sie näheren Einblick, der Plan ging auf. Es gelang ihnen dieses besondere Foto zu machen. Ohne weitere Kenntnis, mag man hier ein niedliches Kalb im kuscheligen Stroh sehen, ein friedliches Bild. Eine Vorzeigetierhaltung?

Doch tatsächlich erhält man hier einen Einblick in das tiefste Übel menschlicher Grausamkeit. Es handelt sich hier um ein frischgeborenes Kalb, nur fünf Stunden auf der Welt und schon von der Mutter getrennt, schon alleine isoliert in einer Box. Auf keinen Fall soll es wagen, etwas von der wertvollen Milch seiner Mutter zu trinken, der Milch die man noch verkaufen will.

Dem Kalb ging es deutlich sichtbar schlecht. Er hatte noch Schleim in der Lunge. Es zitterte und rief nach seiner Mama. Schreie, die Bauern nicht wahrnehmen.
 

Über Kühe sollte man folgendes wissen

Kühe sind genauso verschieden und haben genauso ausgeprägte Persönlichkeiten wie Menschen. Einige sind besonders klug, andere lernen eher langsam, manche sind schüchtern und zurückhaltend, andere freundlich und besonnen, wieder andere verschlagen usw. Sie können eine große Bandbreite an Emotionen empfinden. Dazu haben sie die Fähigkeit, sich über die Zukunft Sorgen machen zu können. Kühe trauern, wenn jemand, den sie liebten, gestorben ist. Sie können sogar Tränen über dessen Tod vergießen.

Außerdem sind sie sehr intelligente Tiere mit einem Langzeitgedächtnis. Tierverhaltensforscher haben herausgefunden, dass Kühe auf sozial komplexe Weise interagieren. Im Laufe der Zeit entwickeln sie Freundschaften oder grollen anderen Kühen grollen, die sie schlecht behandelt haben. Sie bilden innerhalb ihrer Herden soziale Hierarchien.

Die Forschung belegt, dass Kühe ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kennen, was ein absolut zuverlässiges Zeichen für das Vorhandensein fortgeschrittener kognitiver Fähigkeiten ist.

Jede Kuh ist imstande, mehr als hundert Mitglieder ihrer Herde zu erkennen. Kühe gehen enge Freundschaften mit bestimmten Herdenmitgliedern ein. Besonders eng ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Kälber gehen Bindungen mit anderen Kälbern ihrer Altersgruppe ein.

Trennt man sie von ihren Familien, Freunden oder vertrauten Menschen, trauern Kühe über diesen Verlust. Wissenschaftler berichten, dass Kühe sichtlich bedrückt werden, selbst nach einer kurzen Trennung. Es gibt zahlreiche Berichte über Mutterkühe, die fanatisch nach ihren Kälbchen rufen und sie suchen, wenn man sie ihnen weggenommen hat.
 

Kälbchen leiden also wissenschaftlich nachgewiesen wie Menschen unter der Trennung ihrer Mutter, wie groß müssen also die Qualen dieses kleinen frischgeborenen Rinder-Babys gewesen sein? Alles nur für ein bischen Milch? Manchmal schäme ich mich sehr, ein Mensch zu sein.

Categories: Informatives / Aktuelles

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