03
Juli
2013

Brauchen wir denn immer dicke Kotschichten, fast komplett eingefallene Baracken und mittendrin verletzte und kranke Tiere, um eine Tierhaltung grausam zu finden?

Ein bewegendes Bild wurde mir von einer Tierfreundin aus München zugespielt. Sie war mit einer Freundin auf einem Bauernhof, um sich die Tierhaltung dort näher anzusehen.

Sie gaben vor, sich für Landwirtschaft zu interessieren und mit Tierschutz nichts am Hut Kalbzu haben. So bekamen sie näheren Einblick, der Plan ging auf. Es gelang ihnen dieses besondere Foto zu machen. Ohne weitere Kenntnis, mag man hier ein niedliches Kalb im kuscheligen Stroh sehen, ein friedliches Bild. Eine Vorzeigetierhaltung?

Doch tatsächlich erhält man hier einen Einblick in das tiefste Übel menschlicher Grausamkeit. Es handelt sich hier um ein frischgeborenes Kalb, nur fünf Stunden auf der Welt und schon von der Mutter getrennt, schon alleine isoliert in einer Box. Auf keinen Fall soll es wagen, etwas von der wertvollen Milch seiner Mutter zu trinken, der Milch die man noch verkaufen will.

Dem Kalb ging es deutlich sichtbar schlecht. Er hatte noch Schleim in der Lunge. Es zitterte und rief nach seiner Mama. Schreie, die Bauern nicht wahrnehmen.
 

Über Kühe sollte man folgendes wissen

Kühe sind genauso verschieden und haben genauso ausgeprägte Persönlichkeiten wie Menschen. Einige sind besonders klug, andere lernen eher langsam, manche sind schüchtern und zurückhaltend, andere freundlich und besonnen, wieder andere verschlagen usw. Sie können eine große Bandbreite an Emotionen empfinden. Dazu haben sie die Fähigkeit, sich über die Zukunft Sorgen machen zu können. Kühe trauern, wenn jemand, den sie liebten, gestorben ist. Sie können sogar Tränen über dessen Tod vergießen.

Außerdem sind sie sehr intelligente Tiere mit einem Langzeitgedächtnis. Tierverhaltensforscher haben herausgefunden, dass Kühe auf sozial komplexe Weise interagieren. Im Laufe der Zeit entwickeln sie Freundschaften oder grollen anderen Kühen grollen, die sie schlecht behandelt haben. Sie bilden innerhalb ihrer Herden soziale Hierarchien.

Die Forschung belegt, dass Kühe ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung kennen, was ein absolut zuverlässiges Zeichen für das Vorhandensein fortgeschrittener kognitiver Fähigkeiten ist.

Jede Kuh ist imstande, mehr als hundert Mitglieder ihrer Herde zu erkennen. Kühe gehen enge Freundschaften mit bestimmten Herdenmitgliedern ein. Besonders eng ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Kälber gehen Bindungen mit anderen Kälbern ihrer Altersgruppe ein.

Trennt man sie von ihren Familien, Freunden oder vertrauten Menschen, trauern Kühe über diesen Verlust. Wissenschaftler berichten, dass Kühe sichtlich bedrückt werden, selbst nach einer kurzen Trennung. Es gibt zahlreiche Berichte über Mutterkühe, die fanatisch nach ihren Kälbchen rufen und sie suchen, wenn man sie ihnen weggenommen hat.
 

Kälbchen leiden also wissenschaftlich nachgewiesen wie Menschen unter der Trennung ihrer Mutter, wie groß müssen also die Qualen dieses kleinen frischgeborenen Rinder-Babys gewesen sein? Alles nur für ein bischen Milch? Manchmal schäme ich mich sehr, ein Mensch zu sein.

Categories: Informatives / Aktuelles

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