Das Recht auf Leben

Viele Menschen sind bereit, für die Operation ihres kranken Hundes viel Geld auszugeben, während sie beim Einkauf auf die billigsten Batterieeier zurückgreifen und damit unendliches Tierleid unterstützen. Diese Doppelmoral ist der Kernpunkt der ethischen Diskussion im Bereich der Tiermedizin. Wir haben kein Problem damit, ein Tier zum vermeintlichen Wohl eines anderen leiden und sterben zu lassen. Doch wer gibt uns eigentlich das Recht, die Tierwelt nach unserem Gutdünken einzuteilen in Schädlinge, die ohne Wenn und Aber vernichtet werden müssen, Wildtiere, die abgeschossen oder in Käfigen gehalten werden dürfen, außer wenn sie vielleicht einer geschützten Art angehören, Nutztiere, die gequält und gegessen oder in Versuchen missbraucht werden dürfen und Haustiere, denen gern Tiere der anderen Kategorien geopfert werden dürfen? Die Antwort ist, wir haben das Recht nicht, wir nehmen es uns einfach.
Der Mensch ordnet die Dinge so, wie sie ihm am praktischsten und einträglichsten erscheinen. Doch ist ein Versuchshund wirklich weniger wert als der eigene Hund? Haben nicht beide ein Recht auf Leben, auf ein Leben in Unversehrtheit? Wir maßen uns an, darüber zu entscheiden, welches Tier zum vorgeblichen Wohl eines anderen getötet werden darf. Dieses Vorgehen ist nicht nur egoistisch, sondern vor allem auch zutiefst unethisch.
 
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