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Stumme Helden – Theater gegen Tierversuche

Am 20. Tierrechtstag in München

Bereits im März diesen Jahres wurde die Idee geboren, die dramatischen Fakten der Tierversuchsthematik durch ein humorvolles Theaterstück der Öffentlichkeit schmackhafter zu machen. Auch sollte hierdurch dem leidigen Phänomen, dass Eltern ihre Kinder von Infoständen über Tierversuche wegziehen entgegengewirkt werden, da nun selbst Kinder auf der Bühne stehen. Dramatische Fakten in eine Komödie packen, ohne sie zu verharmlosen oder ins lächerliche zu ziehen, machten die Umsetzung nicht leicht. Doch letztendlich ist es dann doch gelungen.

Die Geschichte ist einfach: Eine junge Frau erhält einen Praktikumsplatz in einem Forschungslabor. Aufgeregt erwartet sie, nun hautnah an der medizinischen Forschung dabei zu sein, bahnbrechende Erkenntnisse als eine der Ersten zu erfahren. Doch der Blick hinter die Kulissen verläuft anders als erwartet. Im Gespräch mit dem Forscher, der sie durchs Labor führt, erkennt sie nach und nach, dass Tierversuche grausam, entwürdigend für die Tiere, nicht übertragbar auf den Menschen sind und es längst Alternativmethoden gäbe. Am Ende entschließt sie sich, das Praktikum abzubrechen. Parallel zum Gespräch zwischen dem Forscher und der Praktikantin kommentieren die Versuchstiere die einzelnen Themen aus ihrer Sicht, ohne vom Forscher oder der Praktikantin gehört zu werden.

Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter. Als erstes jammert der traurige, depressive Hund über sein schreckliches Schicksal und schildert wie er sich während dem an ihm verübten Versuch gefühlt hat. Anschliessend prangert die märthyrerische, aber leicht naive Maus an, wie entwürdigend die Versuche für die Tiere sind (z.B. da sie nicht einmal Namen haben, sie als „Wegwerf“-Artikel behandelt werden).

Das Meerschweinchen ist quirrlig und lustig. Es macht sich über die Versuchspraxis lustig, weil Tierversuche nicht auf den Menschen übertragen werden können, unterstützt vom neunmal-klugen, besser-wisserischen Kaninchen das alles mit authentischen Zahlen und Fakten untermauert und anschliessend ein Beispiel für die Alternative Forschung schildert. Alles wird vom zynischen Hamster kommentiert, welcher am Ende des Stückes auch noch sarkastisch die Steuerverschwendung durch die Tierversuchsforschung anprangert.

Das Stück wurde am 08.08.09 dem 20. Tierrechtstag auf dem Münchner Marienplatz dreimal aufgeführt. Geanuso wie später bei der Aufführung in der Augsburger Fußgängerzone am 10. Oktober, immer mit regem Zuschauerzulauf. Auf der Bühne glänzten A. Bauer, W.Budnik, E. Dogan, E.-M. Gränzer, S. Jakupovic, M.Röhm, K.Schmid. E. Dogan war mit zarten 12 Jahren das „Nesthäkchen“ in unserer Runde. Obwohl sie noch nie zuvor auf der Bühne stand, meisterte sie ihre Rolle und rührte die Zuschauer.

Alles in allem war unser Stück ein guter Erfolg und wir sind gerne bereit es noch öfter aufzuführen.
Wer eine geeignete Gelegenheit kennt, kann uns gerne kontaktieren.
Telefon und Fax: 089/5469050
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen für die Unterstützung bedanken, besonders für die Hilfe des FestSpielHauses und des 103er Freizeittreff Obergiesing.

@ Quelle: animal2000 Stumme Helden – Theater gegen Tierversuche

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